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  • Tierethiklehrerin Maya Conoci zum zweiten Male am Oberstufengymnasium

    05.06.19

    Am Mittwoch, den 5. Juni 2019 stattete die ausgebildete Tierethiklehrerin Maya Conoci von der eidgenössischen Stiftung Das Tier + Wir der 1. Klasse des Oberstufengymnasiums nebst den Fachlehrern Herr Mündle und Herr Dr. Geiger einen Besuch ab. Im klimatisch angenehmen naturwissenschaftlichen Raum ging es – zur Freude vieler nicht allein im Beisein der freundlichen Tierethiklehrerin in spe Tiziana Vogel Riatsch, sondern zudem der sehr braven Hündin Sina – vier Schulstunden lang ganz um den ethischen Umgang des Menschen mit seinen tierischen Mitgeschöpfen. Obschon die selbst vegan lebende Frau Conoci keineswegs thesenscheu auftrat und mit ihrer Meinung wahrlich nicht hinter dem Berg hielt, war das bloße Überreden zu gewissen tierethischen Positionen ihre Sache nicht; vielmehr verfolgte sie merklich ein genuin aufklärerisches Anliegen: Die Schülerinnen und Schüler sollten mittels verlässlicher Information und relevanten Wissens letzten Endes dazu gebracht werden, in Belangen der Tierethik selber vernünftig zu denken, um auch hier dasjenige zu erkennen, was in Wahrheit ist, und auf dieser Grundlage wiederum gerechte Entscheidungen zu treffen. „Nur auf dem reinen Sockel der Erkenntnis“ nämlich, so heißt es zumindest in der Erzählung Die Panne von Conocis Landsmann Friedrich Dürrenmatt, „ist es möglich, das fugenlose Monument der Gerechtigkeit zu errichten.“

    Nach einer kurzen Vorstellung von Person und Wirken der Referentin sowie der oben genannten Stiftung, als deren Geschäftsführerin sie fungiert, nahmen die beiden Vormittagsstunden implizit ihren Anfang bei der Goldenen Regel: Die Schülerinnen und Schüler wurden aufgefordert, darüber nachzudenken, wie sie gerne von anderen Menschen behandelt werden möchten. Hernach wurde gemeinsam erwogen, welche Behandlungsweisen davon desgleichen für die leidensfähigen Mitlebewesen in Betracht kommen. Vor der Mittagspause stand dann noch ein Zeichentrickfilm auf dem Programm, der, aufbauend auf der vertrauteren Idee der Menschenrechte, auf leicht verständliche wie unterhaltsame Art und Weise in das Thema „Tierrechte“ einzuleiten und darüber hinaus die Begriffe „Rassismus“, „Sexismus“, „Speziesismus“ und „Stereotypie“ durch Definitionen und Beispiele einer Klärung zuzuführen suchte.

    Zu Beginn der beiden Nachmittagsstunden brachte Frau Conoci viele interessante Informationen zu Tierversuchen bei, wie etwa, dass es Aspirin nicht geben würde, wenn es an Tieren getestet worden wäre. Alsdann wurde eine Art Werbefilm für Veganismus gezeigt und recht heftig diskutiert, der die negativen Auswirkungen des übermäßigen Fleischkonsums für Planet, Mensch und Tier durchaus eindrücklich vor Augen zu führen wusste. Beim abschließenden Arbeitsauftrag stand die Frage im Mittelpunkt, was jeder von uns tun kann, um die Lage der Versuchstiere, Pelztiere, Zirkustiere, Haustiere und Nutztiere auf dem Erdenrund zu verbessern.