Erasmus+ Rockenhausen (20.-24. April 2026)

2. Mai 2026

Unter dem Motto «Reconnect – Did you try to turn it on and off again?» durften auch dieses Semester wieder 5 SchülerInnen der SEK2 über das Programm Erasmus+ verreisen. Der Weg führte uns zu einer unserer langjährigen Partnerschulen nach Deutschland – genauer gesagt nach Rockenhausen in Rheinland-Pfalz. Dort, an der IGS Rockenhausen, durften unsere SchülerInnen – gemeinsam mit SchülerInnen von anderen Partnerschulen aus Schweden und Spanien – Tage vollgepackt mit unterschiedlichsten Aktivitäten und unzähligen Erlebnissen verbringen.

Am Montag, dem Tag unserer Anreise, wurden wir nach einer sechsstündigen Zugfahrt herzlich von der Hauptorganisatorin, Miriam Mohler, sowie von den Gastfamilien der SchülerInnen am Bahnhof in Rockenhausen empfangen. Von dort aus ging es für die Kinder direkt zu individuellen Aktivitäten mit ihrer jeweiligen Gastfamilie, um einander in Ruhe kennenlernen zu können.

Der nächste Tag startete früh morgens im Veranstaltungsraum der IGS Rockenhausen. Alle SchülerInnen der jeweiligen Länder hatten vor Antritt ihrer Reise Präsentationen ihrer jeweiligen Schulen und Länder vorbereitet, die Sie nun stolz vortragen durften. Ein zentrales Highlight war das darauffolgende Kunstprojekt zum Thema „digital detox – reconnect“. Ohne ständige Ablenkung durch das Handy ging es plötzlich darum, kreativ zu sein, sich auszutauschen und sich zu überlegen, wie der eigene Lebensalltag ausserhalb von digitalen Medien und anderen Technologien aussieht.

Im Schulgarten wurde am Nachmittag gemeinsam Pizza gebacken, Fussball gespielt und sogar die schuleigenen Bienenstöcke besucht. Man merkte schnell: Es braucht nicht viel, um sich verbunden zu fühlen. Oft reicht es, einfach präsent zu sein.

Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Bad Kreuznach am Mittwoch. Nach einer kleinen Wanderung von Bad Münster nach Bad Kreuznach, die uns auch durch das bekannte Salinental führte, gab es für alle die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden, zu essen und einfach Zeit miteinander zu verbringen.

Im anschließenden Keramik-Workshop konnten wir unsere Kreativität noch einmal ganz anders ausdrücken. Statt Gesprächen, Spielen oder Bewegung stand hier plötzlich etwas anderes im Mittelpunkt: Konzentration, Kreativität und Geduld. Jede/r durfte sich ein eigenes Keramikstück aussuchen, das nach Lust und Laune bemalt werden konnte. Obwohl alle an ihrem eigenen Werk arbeiteten, wurde sich gegenseitig inspiriert, Ideen wurden ausgetauscht, Farben und Utensilien geteilt und Ergebnisse bewundert. Auch hier spiegelte sich wieder der Kerngedanke unseres Projektes “Reconnect”. In einer Woche voller Eindrücke war dies einer der Momente, in denen ein fast schon meditatives Vor-sich-Hinarbeiten einkehrte. “Reconnect” bedeutete hier nicht nur, sich mit anderen zu verbinden, sondern auch mit sich selbst.

Am Donnerstag wurde es dann noch einmal besonders spannend: Beim Zirkusprojekt arbeiteten wir in gemischten internationalen Gruppen zusammen, in denen Unterschiedliches gelernt wurde. Von Jonglieren über Einradfahren bis hin zu Übungen am Trapez war alles dabei und bisher unentdeckte Talente kamen hier plötzlich zum Vorschein.

Als Abschluss der gemeinsamen Reise feierten am letzten Abend bei der Farewell-Party noch einmal alle diese gelungene Woche. Es wurde gelacht, geredet und auch ein bisschen realisiert, dass diese Woche viel zu schnell vergangen ist.

Der Abschied am nächsten Tag fiel entsprechend schwer. Aus Fremden waren FreundInnen geworden – und aus einer Woche Erinnerungen, die sicher noch lange bestehen bleiben. Wir freuen uns schon jetzt auf den Rückbesuch der deutschen, spanischen und schwedischen SchülerInnen und KollegInnen in Liechtenstein im Herbst!

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