Hoi haben wir auch gemeinsam
20. Oktober 2025
Mühlbach/Südtirol – Eine aufregende Woche erlebten sechs Schülerinnen und Schüler der formatio Privatschule. Vom 20. bis 24. Oktober 2025 besuchten sie, begleitet von zwei Lehrpersonen, ihre Buddies am Herz-Jesu-Institut in Mühlbach. Der Aufenthalt ist Teil einer lebendigen, über Erasmus+ geförderten Schulpartnerschaft, die bereits im letzten Schuljahr ihren Anfang nahm.
Die gesamte Austauschwoche stand unter dem spannenden Motto: „Echt jetzt?! Illusion vs. Realität“. Einen perfekteren Auftakt hätte man dafür kaum finden können: Gleich am Montagnachmittag erwartete die Jugendlichen ein exklusiver Workshop mit dem Weltmeister im Bodypainting Johannes Stötter. Hautnah erlebten sie, wie Realität durch Kunst zur Illusion wird.
Um aber auch die „echte“ Realität der Partnerschule kennenzulernen, nahmen die formatio-Schülerinnen und Schüler am Dienstag- und Mittwochvormittag am regulären Unterricht teil. Auch dort wurde in verschiedenen Arbeitsaufträgen das Wochenthema vertieft und gemeinsam mit den Südtiroler Buddies über Fake News und Illusionen reflektiert.
Die Nachmittage waren der regionalen Kultur und Geschichte gewidmet. Auf dem Programm standen ein Besuch des mittelalterlichen Schloss Rodenegg sowie eine Zeitreise in die Vergangenheit im Ötzi Museum in Bozen, wo der älteste Kriminalfall auf die Jugendlichen wartete. Ein weiteres Highlight war der Ausflug nach Verona, bei dem die Stadt von Romeo und Julia erkundet und die Arena besichtigt wurde.
Wie der Titel schon verrät, stellten die Jugendlichen schnell fest, dass man – abgesehen vom gemeinsamen „Hoi“ – noch viel mehr Gemeinsamkeiten hat, als man vielleicht vermutet hätte. Beide Schulen leben ein mehrsprachiges Schulkonzept, fördern Persönlichkeitsbildung und setzen sich für das Thema Nachhaltigkeit ein. Die positive Erfahrung einer formatio-Schülerin – „Ich habe im Italienischunterricht einiges verstanden, weil ich ja französisch lerne“ – diente als wunderbares Beispiel für gelebte Mehrsprachigkeit. Dies freute die Projektbeteiligten sehr und bestätigte die Wichtigkeit ihres weiteren Vorhabens.